Hans Regina von Nack (geboren als Johann Nack am 21. August 1894 in Prag, Österreich-Ungarn; gestorben 14. Juli 1976 in Wien) war ein tschechisch-österreichischer Schriftsteller.
Leben
Johann Nack war ein Sohn des 1913 geadelten Rechtsanwalts und Abgeordneten des böhmischen Landtags Johann Edler von Nack-Meyroser-Meyberg und dessen Ehefrau Catherine Grohmann. Er studierte Jura an der Deutschen Universität Prag ohne Abschluss. Von Nack arbeitete danach als Feuilletonredakteur beim Prager Abendblatt und schrieb Buchrezensionen und Theaterkritiken. Er heiratete die Prager Operettensängerin Milada Narenta. Von Nack schrieb Kriminalromane und verfasste zusammen mit Max Brod das Lustspiel Opuntie, das 1926 in Brünn uraufgeführt wurde. Sein Stück Acht Ruder im Takt hatte 1938 am Prager Deutschen Theater Premiere.
Nach der deutschen Okkupation der Tschechoslowakei 1939 wurde Milada Narrenta zunächst noch als Frau eines Ariers eingeordnet, 1944 aber in das Ghetto Theresienstadt deportiert, von Nack wurde in einem Lager für Ehegatten von Juden inhaftiert. Beide überlebten die Verfolgung.
Nach Kriegsende fand von Nack eine Beschäftigung als Rundfunksprecher bei Radio Prag. Nach dem Februarumsturz 1948 flüchteten sie nach Österreich, wo von Nack vom Übersetzen amerikanischer Heftchenromane lebte. Ihm gelang noch einmal ein literarischer Neubeginn und er veröffentlichte einen Gedichtband und einen Band Erzählungen und erhielt 1970 den Theodor-Körner-Preis[1]. 1974 wurde er mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet.
Werke (Auswahl)
Auf feldgrauem Pegasus (1915)Rübezahl (Ausgabe 1935)
Die alte Buche und andere Erzählungen. Wien: Schwarcz, 1973
Das Tor zur Seligkeit. Wien: Nack-Meyroser, [1951]
Die grosse Versuchung. Wien: Nack-Meyroser, [1951]
Die Insel Morgenrot. Wien: Nack-Meyroser, [1951]
Echo aus dem Jenseits. Wien: Steffek, [1951]
Glocken der Verheißung. Wien: Nack-Meyroser, [1951]
Herz in der Falle. Wien: Nack-Meyroser, [1951]
Ist das Sünde?. Wien: Nack-Meyroser, [1951]
"Nichts kann uns trennen!". Wien: Nack-Meyroser, [1951]
Zaungast des Glücks. Wien: Nack-Meyroser, [1951]
Der Unhold von Marseille. Wien: Wrba, [1950]
Knapp vor Mitternacht. Wien: Steffek, [1950]
Mein Herzblut geb' ich Dir!. Wien: Gritsch, [1950]
Das Haus ohne Fenster. Wien: Wrba, [1949]
Bert Morton glaubt an sich. Wien: Saturn, 1939
Alarm im Radio. Prag: "Universum" B. Perlik, 1937, [Unverkäufl. Bühnen-] Ms.
Acht Ruder im Takt. Wien: Eirich, 1936, Unverkäufl. [Bühnen-]Ms.
Ehepaar verlobt sich. Halle: Fünf Türme, [1934]
Hinrichtung ... morgen früh. Berlin: Eden, 1932
Das Gift der Schararaka. Berlin: A. Cassirer, 1931
Die Toten ohne Kopf. Leipzig: Ernst Oldenburg, 1930
Mord um Mitternacht. Berlin-Schöneberg: Delta-Verlag, 1930
Kranke Lust. Prag: Gustav Fauta Nachf., 1921
Rübezahl. Dresden-Weinböhla: Aurora, 1921
Wanderin Seele. Dresden-Weinböhla: Aurora, 1919
Gemischter Aufschnitt: Humoresken in Vers und Prosa. Prag: J. G. Calve, 1915
Auf feldgrauem Pegasus: Ernstes und Heiteres aus dem Kriegsjahre 1914–15. Prag: J. G. Calve, 1915
Literatur
Hans Regina von Nack, in: Jürgen Serke: Böhmische Dörfer. Wanderungen durch eine verlassene literarische Landschaft. Wien: Paul Zsolnay, 1987 ISBN 3-552-03926-0, S. 421–423
Nack-Meyroser, Edler von Meyberg, Johann Regina, in: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. München: Oldenbourg, 1984, Band 3, S. 2
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